Case Study:

Post- Merger- Integration bei einem Nischen- Weltmarktführer im Maschinen- und Anlagenbau

Unternehmen:

Sondermaschinenbau, Losgrößen ca. 1 bis 100, ca. 540 Mitarbeiter, ca. 180 Mio. € Jahresumsatz

Ausgangssituation:

Zwei ehemalige Wettbewerber auf dem Gebiet des Anlagen- und Spezialmaschinenbaus haben sich zu einer neuen Gruppe zusammengeschlossen. Eine neue Unternehmensstruktur musste geschaffen werden.

Umsetzung:

Nach der Gründung der Holding sind für alle beteiligten Tochtergesellschaften, die weiterhin dezentral geführt wurden, Regeln der Zusammenarbeit aufgestellt worden. Meine Funktion hierbei war die eines Holdinggeschäftsführers sowie gleichzeitig die des Alleingeschäftsführers der größten Einzeltochter der Gruppe. Eine sehr flache Struktur der Holding brachte in quasi allen Projekten unmittelbare Beteiligung der Holdinggeschäftsführer mit sich.

Die Gruppe besteht aus diversen internationalen Produktionsunternehmen sowie zahlreichen weltweit ansässigen Vertriebsgesellschaften, die in den Merger eingebracht wurden. Folgende Themen waren u.a. zu klären:

  • Neuordnung des Vertriebsniederlassungsnetzes; Zusammenlegungen, Schließungen, Neugründungen
  • Strukturierung des Produktportfolios in der Gruppe; welcher Produktionsstandort  produziert was
  • Organisation des Vertriebes; dezentrale Steuerung mit Gebietsverantwortlichkeiten
  • Aufbau einer gemeinsamen Struktur der Projektabwicklung bei Großprojekten

Hierzu sind diverse Einzelprojekte ins Leben gerufen worden, bei denen in überschaubaren Gruppen Konzepte erarbeitet und umgesetzt wurden. Als besondere Herausforderung bei der Umsetzung von gruppengesteuerten Entscheidungen hat sich dabei der jeweilige „Lokalpatriotismus“ herausgestellt. Dies führte in Einzelfällen auch zu Neubesetzungen von Schlüsselfunktionen.

Ergebnis:

Innerhalb weniger Monate konnten diese Aufgaben erfolgreich gelöst werden. Dabei sind Strukturen geschaffen worden, die im Laufe der Zeit problemlos immer wieder an aktuelle Bedürfnisse oder auftretende organisatorische Änderungen angepasst werden konnten. Unter gemeinsamer Flagge mit Beibehaltung der früheren Brands ist die Gruppe seitdem erfolgreich am Markt.