Case Study:

Sanierung eines mittelständischen Unternehmens der Prozessindustrie

Unternehmen:

Chemische Verfahrenstechnik, Imprägnierung von Papieren, ca. 150 Mitarbeiter, ca. 65 Mio. € Jahresumsatz, eingebunden in Holdingstruktur

Ausgangssituation:

Die Ertragslage des Unternehmens war aufgrund erheblicher Auslastungsschwankungen bedroht. Die installierten Maschinenkapazitäten sowie das eingesetzte Personal waren auf Spitzenlast ausgelegt und daher häufig nicht ausgelastet. Dem Unternehmen drohten erhebliche Verluste.

Umsetzung:

Nach Analyse der Gesamtsituation habe ich als verantwortlicher Geschäftsführer zunächst ein Konzept erstellt, mit welchem die Gesellschaft überlebensfähig ist. Dies beinhaltete zahlreiche Einzelmaßnahmen, die nach Diskussion mit dem Betriebsrat sehr zügig umgesetzt werden konnten.

Ein Kernpunkt dabei war die zumindest übergangsweise Reduzierung der eingesetzten Maschinen- und Personalkapazitäten, um den Auslastungsgrad zügig zu erhöhen. Hierzu war ein Sozialplan mit Interessenausgleich erforderlich, der auch kurzfristig umgesetzt wurde.

Parallel zu den Kapazitätsanpassungen sind wesentliche Schlüsselpositionen in der Unternehmensleitung wie die Vertriebsleitung, die kaufmännische Leitung und die Produktionsleitung neu besetzt worden. Dies war die Grundlage für  deutliche Stückkostenreduzierungen, indem unter neuer Leitung Rüst- und Nebenzeiten erheblich verringert werden konnten. Dem neuen Vertriebsteam gelang es mit noch intensiverer Kundenbetreuung, den Absatz zu steigern und ein angepasstes Cash- Management half, diese schwierige Phase zu überbrücken.

Ergebnis:

Das Unternehmen hat durch diese einschneidenden Maßnahmen eine Situation überstanden, die ansonsten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in die Insolvenz geführt hätte.